Donnerstag, 16. Mai 2013

Wechselbalg


Der Wechselbalg ist ein Kuckuckskind, welches ursprünglich von Dämonen, Feen oder anderen Wesen der nicht sichtbaren Welt stammt, von Menschen jedoch aufgezogen wird. Der Legende nach Tauschen die Wesen ihre Kinder gegen Menschenkinder, weil sie so liebreizend sind. Es kann jedoch auch zu einem Wechsel kommen, damit der Wechselbalg in der Menschenwelt Unheil stiften kann.

Astarot


Der Dämon, der die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennen soll, so wie die tiefsten Geheimnisse. Astarot soll sein Wissen nutzen, um einige Menschen in den Künsten der Wissenschaften zu unterrichten.

Lilith


Die erste Frau Adams, die das Paradies verließ, da sie nicht gewillt war, sich dem Mann zu unterwerfen. Ihr Weg führte sie in die Unterwelt, wo sie zu einer Blut trinkenden Dämonin wurde. Während sie sich bei den Erwachsenen mit deren Blut zufriedengab, soll sie Säuglinge und kleine Kinder entführt haben.

Montag, 11. März 2013

Hexe


Hexe, Zaunreiterin, Haguzza, Weise Frau, Kräuterfrau. Der Begriff Hexe leitet sich von dem altdeutschen Namen Haguzza ab, der in seiner Bedeutung besagt, dass es sich um eine Person/Frau handelt, die auf dem Zaun/ der Hecke sitzt/reitet. Zaun oder Hecke steht für die Grenze zwischen der Welt der Menschen und der Welt des Übernatürlichen. Der Haguzza wurde nicht nur ein großes Wissen über Kräuter, Naturabläufe, Heilungen und Weissagungen zugesprochen, sondern auch die Fähigkeit mit der Geisterwelt in Kontakt zu treten. Diese zugewiesenen Eigenschaften erklären die weiteren Namen wie Weise Frau oder Kräuterfrau/Kräuterweib.
Mit dem Aufkeimen der Hexenverfolgung, die maßgeblich vom Hexenhammer vorangetrieben wurde, etablierte sich der Begriff Hexe und verdrängte die anderen immer mehr, da ausschließlich die vermeintlich negativen Künste/Eigenschaften jener Frauen in den Köpfen der Menschen überlebten.
1484 wurde nach einem Erlass von Papst Innozenz VIII der Hexenhammer verfasst. Dieses Buch beschäftigt sich mit dem Erkennen von Hexen, ihren Taten, die Aufhebung dieser Taten, die Foltermethoden zum Erzwingen des Schuldeingeständnisses und der Bestrafung der überführten Hexen.



Freitag, 1. März 2013

Haguzza


Der Fluch der Haguzza





In einer Zeit, als die Menschen den Herzschlag der Natur vernahmen,
war nicht verborgen, was im Schatten lag.

Geachtet, geschätzt, mit Furcht bedacht, wurden die, die auf der Hecke saßen,
auf dem Zaun ritten, wandelten auf der Grenze zwischen den Welten.

Haguzza, Hagzissa, Hagazussa, Zaunreiterin.

Sie waren und sind die Bewahrerinnern der uralten Geheimnisse.

Die Hüterinnen der Schlüssel , welche in die Welten der Schatten,
der Fairys, der Fabelwesen führen.

Schutz, Hilfe und Wahrheit brachten sie den Sippen,
den Einzelnen, den Suchenden.

Obgleich so manche auch das Unheil, genährt aus tiefsten Abgründen,
die bis zu den Unterwelten reichten, mit sich führte.

Und so sein die Wesen der Dieswelt und der jenseitigen Welten gewarnt vor dem Maleficium,
dem Incantare der Haguzza.



Samstag, 16. Februar 2013

Legenden aus Dortmund




Spuk am Kaiserberg in Schüren

Bereits im Mittelalter versorgte Schüren die Dortmunder mit Steinen für ihre Häuser und mit Steinkohle.  Von dieser Begebenheit her lässt sich auch der Straßenname Steinkühlerweg ableiten, denn auf jener Straße beförderten die Fuhrwerke die Kohle nach Dortmund. Der Legende nach geschahen am „Verlorenen Hölzchen“, einem kleinen Wäldchen am Kaiserberg gelegen (noch bis ca. 1900), merkwürdige Dinge. Grauen und Angst befiel die Menschen, die vorbeikamen, Tiere scheuten sich vorbeizulaufen oder verfielen plötzlich in eine Starre.
Es ging die Angst um, das Wäldchen sei ein gottverlassener Ort. Unwesen treiben sich dort herum, weswegen auch kein vernünftiger Mensch nach Anbruch der Dunkelheit dort verweilen würde.